An alle Katzeneltern
Endlich ist es soweit, mein Buch "Smella vermisst!" erzählt nicht nur die Entstehungsgeschichte der Neusserkatzensuche, sondern sie ist auch ein intimer Bericht über eine verzweifelte Suche nach einem verloren gegangenen Familienmitglied.
Es ist eine ungewöhnliche Geschichte, ein wahrer Erlebnisbericht und eine Zusammenfassung von Erfahrungen, die allen Katzenhaltern helfen soll. Und gleichzeitig ist sie das Psychogramm einer verzweifelten Lebenssituation, die Betroffenen wieder neuen Lebensmut und Hoffnung geben soll.
Ein unterhaltsamer Genremix aus Tatsachenbericht, Erzählung und Ratgeber.
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In der Hoffnung, dass wir unsere Stubentiger wieder finden.
Ihre Ursula Uetzels!
Ursula Uetzels hält schon lange Katzen. Sie gehören zur Familie. Nachrichten von „verschwundene“ Katzen lassen sie nicht ruhen, bevor solche Schicksale aufgeklärt sind. NGZ-Foto: NGZ-Online
Pressebericht NGZ, CHRISTOPH KLEINAU
Holzheim Immer wieder verschwinden Katzen. Smella war eine von ihnen. Zurück bleiben Menschen, die Gewissheit über das Schicksal ihrer „Stubentiger“ haben wollen. So wie Ursula Uetzels (60), für die Smella zur Familie gehörte.
Neun Monate war die junge Katze spurlos verschwunden, dann tauchte sie wieder auf. Nur fünf „Katzengehminuten“ von daheim entfernt, war sie bei einer anderen Familie in Holzheim „eingezogen.“
Eine Suchgeschichte mit einem Happy End. Und für Uetzels ein Ansporn auf dem Weg, den sie nach Smellas Verschwinden eingeschlagen hatte, fortzufahren. Damals schuf sie die Internetplattform http://www.neusserkatzensuche.de/.
Die Geschichte dieser Suche ist für Uetzels eine Geschichte typischer Fehler - eigene inbegriffen. „Ich habe sicher den Fehler gemacht, dass Smella nicht gekennzeichnet war“, gibt sie zu.
Keine Tätowierung, kein elektronischer Chip im Fell, keine Registrierung bei dem bundesweit agierenden Tiernotruf Tasso. Doch die Fehler, die auf der Seite der Finder gemacht wurden, waren genauso typisch.
Statt das Tier als zugelaufen zu melden, wurde es aufgenommen. Streng genommen, so Uetzels, dürfe man ein solches Tier nicht behalten. „Das erfüllt den Tatbestand der Unterschlagung.“ Statt dessen müssten Finder das Tier beim Fundbüro der Stadt melden.
Erst - vom Tag dieser Meldung an gerechnet - sechs Monate später könnte das Fundtier dann in ihr Eigentum übergehen. Bis dahin, so Uetzels, dürfe an dem Tier auch nichts verändert werden. „Stellen Sie sich vor, die Katze gehört jemandem, der damit züchten wollte - und der Finder lässt sie kastrieren!“
Groll gegen die Finderfamilie hat Uetzels keine Sekunde gehegt. Denn ihre Hoffnung, dass der Finder immer und vor allem zum Wohl der Katze handelt, fand sie erfüllt. Smella fehlte es an nichts, sie war die Prinzessin im Haus.
So gut genährt war das Tier, dass die Besitzerin die Katze nicht wiedererkannte. Erst ein Besuch beim Tierarzt, der eine Deformation des Brustkorps durch Röntgenbilder bestätigte, brachte die Gewissheit. Smella, die längst auf „Charly“ zu hören gelernt hatte, war gefunden. Nur abspecken sollte sie.
Auf der Suche nach ihrer Katze, hatte Ursula Uetzels andere Katzen gefunden und bei sich aufgenommen. Das schon nicht mehr für möglich gehaltene Auftauchen ihrer Katze stellte sie vor eine entscheidende Frage: Sollte sie auf einer Rückkehr bestehen.
„Unter Tränen“, so berichtet Uetzels, „habe ich mich entschieden, sie bei den Findern zu belassen.“ So fand sie eine neue Freundin, die sie weiter am Leben von Smella teilhaben lässt. Und sie fand den Stoff für ein Buch, das die fast einjährige Suche zusammenfasst. Titel: „Smella vermisst“.
Erlebnisse wie die von Mechthilde und Hans Dietze, die bei der Suche nach ihrem Kater Sylvester zwischen Feuerwehr, Polizei, Tiefbauamt und Bauhof hin- und hergeschickt wurden, haben Uetzels und ihre Mitstreiter der Neusser Katzensuche vor Augen geführt, dass sie weitermachen müssen.
Aufklärungsarbeit bei Tierärzten und Behörden gehört dazu. Und weil manches Katzenschicksal tragisch endet, aber gleichwohl aufgeklärt sein will, will Uetzels darauf drängen, dass diejenigen, die gefundene tote Tierkörper beseitigen, mit einem Lesegerät ausgerüstet sind, das Markierungschips im Katzenbalg aufspürt.
„Ein Besitzer für ein Fundtier ist schnell gefunden“, sagt sie, „aber nicht umgekehrt.“
Quelle: NGZ
