Anne und Peter Schmitz 2008
Bilder Fackelzug
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Bilder Sonntag
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Hatten allen Grund zu lachen: Anne und Peter Schmitz freuten sich über ihr Regiment, aber auch über die vielen Zuschauer , die am Straßenrand standen und dem Königspaar zujubelten. Foto: L. Berns /NGZ
950 Schützen und 300 Musiker sorgten am Sonntagmorgen dafür, dass keiner so wirklich ausschlafen konnte. Doch Ausruhen war auch nicht angesagt. Bis Mittwoch wird in Wevelinghoven noch kräftig gefeiert..
Wevelinghoven „Auf den König und sein Gefolge ein dreifaches Hummel - summ, summ, Hummel - summ, summ, Hummel - summ summ.“ Lucas Stimme ist nicht zu überhören, die seiner „30 Kollegen“, die mit „summ, summ“ antworten, erst recht nicht.
Die Edelknaben üben für den Nachmittag, denn so wollen sie das Königspaar Anne und Peter Schmitz begrüßen. „Das muss laut und deutlich sitzen“, sagt Sandra Schäfer, die seit einem Jahr die Jüngsten im Wevelinghovener Regiment betreut.
Dann haben die Edelknaben genug geübt und genug gewartet auf die „Kollegen“, die nach Festmesse - in diesem Jahr zum ersten Mal von Pater Basilius zelebriert -, Parade und Gefallenenehrung ins Zelt marschieren. Der Frühschoppen beginnt.
Für die Kleinen gibt’s eine Runde Limo, für die Großen frisch Gezapftes. Besonders aufgeregt ist Marvin Bongartz. Denn BSV-Präsident Rudi Broens wird ihn gleich krönen. Dabei verrät er auch, dass er später einmal Feuerwehrmann werden möchte - na, bei dem schmucken neuen Feuerwehrhaus.
Auch der König der „Jungen Schützen“ (von 14 bis 24 Jahren) Felix Fitz wird in Amt und Würden eingesetzt. König Peter Schmitz beobachtet alles und ist sichtlich gut gelaunt. Von Müdigkeit keine Spur, obwohl: „Die Nacht war kurz. Ich habe nur drei Stunden geschlafen.“ Die meisten sicher nicht mehr.
950 Schützen und 300 Musiker bevölkern am Nachmittag die Wevelinghovener Straßen, größtenteils „Eigengewächse“. „Wir füllen unsere Reihe nicht mit Gastzügen“, sagt Schriftführer Nicolai Dohlen. Allenfalls der König darf einen Gastzug einladen.
Zu Gast sind in diesem Jahr auch 15 Niederländer, die per Internet auf das Wevelinghovener Schützenfest aufmerksam wurden. „Sie haben sich telefonisch mit uns in Verbindung gesetzt“, erzählt Dohlen und gefragt, ob es für sie einen Platz gebe, wo sie ihr Zelt aufschlagen könnten. Nun übernachten sie am katholischen Jugendheim und feiern kräftig mit.
Zum ersten Mal ein Schützenfest erlebten auch die „Palmeros“, 16 zwölfjährige Fußballspieler aus Las Palmas/Gran Canaria. Bevor sie für neun Tage ins Grevenbroicher Landschulheim Wildenburg aufbrachen, verbrachten sie die Nacht in Kloster Langwaden, um am Sonntag den Schützenumzug miterleben zu können.
„Ein Freund von uns, Rolf Baltes, ist vor zehn Jahren mit seiner Familie nach Las Palmas ausgewandert“, erklärt Andrea Wasel, Vorzimmerdame des Bürgermeisters und gebürtige Wevelinghovenerin. Mit einem seiner Söhne sowie dessen Fußball-Kumpels wollten sie die alte Heimat von Baltes besuchen - und das pünktlich zum Wevelinghovener Schützenfest.
Die Übernachtung in Langwaden organisierte Bürgermeister Dr. Axel Prümm, die Verköstigung spendierte BSV-Präsident Broens. Schützenfest in Wevelinghoven - ein Heimatfest mit internationalem Flair.
Quelle: NGZ/ ANNELI GOEBELS
Anne und Peter Schmitz kamen von der Wupper an die Erft
Die Königin wollte sowieso aufs schöne Land ziehen
„Wenn ich in Rente gehe, will ich endlich Schützenkönig werden”. Das war der sehnliche Wunsch von Peter Schmitz. In Rente ist er seit 2004 und nun hat es endlich auch mit dem König-Sein geklappt. Wenn auch erst im zweiten Anlauf.
Vor zwei Jahren konnte er sich nicht gegen Mitbewerber Herbert Schumacher durchsetzen. Umso mehr haben Anne und Peter Schmitz jetzt ihr Regentenjahr genossen.
Königin Anne hat den Wunsch ihres Mannes von Anfang an voll unterstützt, da sie selber aus einer alten Schützenfamilie stammt.
Allerdings habe in ihrem Heimatort Hamm in Westfalen das Schützenfest eine andere Tradition als im Rheinland. „Großfackeln habe ich das erste Mal 1991 hier in Wevelinghoven gesehen, als wir unser Haus einzugsfertig machten. Wir sind zwei Tage nach dem Schützenfest eingezogen".
Vorher wohnte das Ehepaar in Wuppertal. Peter Schmitz ist dort geboren und aufgewachsen. Die Eheleute lernten sich auf der Arbeit bei dem Unternehmen „ICI" in Hilden kennen und auch lieben.
Der amtierende Schützenkönig Peter Schmitz war dort als Elektrotechniker tätig und seine heutige Gattin Anne als Buchhalterin.
Durch eine Verlagerung des Betriebssitzes mussten sie ihren Wohnort Wuppertal aufgeben. „Ich wollte sowieso aufs Land ziehen", erzählt Anne Schmitz.
In Wevelinghoven auf der Römerstraße wurden sie fündig. „Das Haus hat uns direkt gut gefallen, vor allem der große Garten", erinnert sich Peter Schmitz im Gespräch mit der Redaktion des Erft-Kurier.
Auf dem 860 Quadratmeter großen Grundstück konnten sie in irrer Freizeit richtig austoben. Ein großes Gartenhaus mit viel Platz zum Feiern wurde gebaut und Freunde zum Feiern haben sie mittlerweile reichlich gefunden. „Wir wollten von Anfang an am Dorfleben teilhaben", war sich das Ehepaar einig.
Deshalb gingen sie auch offen auf ihre Mitbewohner zu. Anne Schmitz bot spontan ihre Hilfe beim Mai- und Oktober-Markt an. Ihr Mann ließ sich vom Nachbarn Peter Füßer für den Jägerzug der "Erft-Schützen" anwerben. Im Jahre 1993 marschierte er dann zum ersten Mal in den Reihen der Schützen mit. Seit 2000 sogar als Hauptmann seines Jägerzuges.
Neben ihrer Liebe zum heimischen Brauchtum gehen beide gerne Ski laufen. Regelmäßige Winterurlaube gehören zu ihrem Jahresprogramm, aber auch in südlichen Gefilden waren sie schon viel unterwegs.
Einen großen Raum nimmt auch das Kegeln ein. Gemeinsam Kegelt das Ehepaar in einem gemischten Klub. Daneben ist Peter Schmitz schon seit 1972 in einem Wuppertaler Kegelclub aktiv und freut sich, seine alten Freunde regelmäßig sehen zu können.
Auch Anne Schmitz kegelt noch in einem Damenclub in Wevelinghoven.
Das Königsjahr ist ihnen viel zu schnell vorbei gegangen. Eines sei ihnen während dieses Jahres noch deutlicher geworden: „Unser Jägerzug ist ganz prima. Wir konnten uns in unserem Regentenjahr immer voll und ganz auf ihn verlassen".
Die wunderschönen Reisen in ferne Kontinente, die das Königspaar seit Jahren unternimmt, mussten in diesem Jahr etwas zurückstehen, werden aber sicherlich nach Ablauf des Königsjahres wieder nachgeholt.
Rückblickend sagen beide, dass es ein sehr ereignisreiches und sehr schönes Jahr war, das sie so schnell nicht vergessen werden. Gerne denken sie an die Besuche bei den befreundeten vereinen in Kapellen, Langwaden und Grevenbroich zurück. Hier lernte man neue Freunde kennen und schätzen.
Auch die Feste, die man als Königspaar im Ort besuchte, fanden schnell ihre Begeisterung. Als herausragendes Ereignis im Vereinskalender der Scheibenschützen bezeichnen beide die nicht zu übertreffende Karnevalsitzung des Scheibenschützen-Corps.
Bei der Vorbereitung und der Durchführung des in diesem Jahr wieder ins Leben gerufenen Stadtparkfestes in Wevelinghoven konnte König Peter Schmitz den Vorstand aktiv unterstützen. Ebenso gerne erinnert man sich an die Einladung des Bürgermeisters Axel J. Prümm an alle Königspaare zum Besuch des Kabaretts in Langenfeld, das Treffen der Königspaare der Stadt im „Cafe Kultus" und der damit verbundenen Eintragung ins goldene Buch der Stadt grevenbroich.
Quelle: Erft-Kurier, Dagmar Reschke und Gerhard Müller
Die Gartenstadt erlebte ein grandioses Fest
In diesem Jahr waren die Schlagzeile, die aus der Gartenstadt kamen, nicht gerade die Besten: Die Wirrnisse um die Verlegung des Feuerwehrgerätehauses. Die Diskussionen um die Neugestaltung des Marktplatzes. Und die Gartenstädter als (un)heimliche Speerspitze gegen Bürgermeister Axel J. Prümm.
Da wurde es endlich mal Zeit, dass aus Wevelinghoven wieder positive Schlagzeilen kommen. Hier sind sie: Die Gartenstadt erlebte ein wahrhaft grandioses Schützenfest mit einem strahlenden Königspaar.
Der Fackelzug, bekannt als einer der genialsten im gesamten Stadtgebiet, wurde seinem Ruf wieder einmal gerecht. Kaum wo findet sich so viel Jugend in den Schützenzügen wie im Regiment der Gartenstadt. Der Rummelplatz war (trotz gewisser Einschränkungen durch die Abbruch-Maßnahmen) gerammelt voll und bot Groß und Klein Spaß.
Mit anderen Worten: Wer wissen will, wie man „korrekt" Schützenfest feiert, der muss nur einmal in der Gartenstadt Wevelinghoven Station machen. Wurden deshalb vielleicht auch so besonders viele Besucher aus anderen Stadtteilen gesichtet?
Text & Foto: -gpm.
Grenadier-Corps-Spieß Horst Buchholz, Jäger-Corps-Spieß Peter Dohlen, ScheibenschützenCorps-Spieß Willibert Schmitz und Regiments-Spieß Herbert Schumacher (von links).
Mit Ringkragen und Tschako für die Ordnung im Gartenstadt - Regiment
„Der Spieß ist fies”, lautet ein in Schützenfestkreisen oft zitiertes Wort, sorgt doch dieser Mann in jedem Zug durch peinlich genaues Notieren von Unregelmäßigkeiten für Ordnung und letztlich auch für eine wohlgefüllte Zugkasse.
Gleich vier solcher Hauptfeldwebel, so der offizielle Dienstgrad, stellen sich heute vor. Zuständig sind auch sie für einen reibungslosen Ablauf vor während und nach den Festzügen in Zusammenarbeit mit der Regimentsführung unter Leitung von Oberst Manfred Moll.
Die silbernen Ringkragen sind mit den Wappen der drei Wevelinghovener Corps geschmückt und beim Regimentsspieß mit dem Stadtwappen.
Ein solcher Ringkragen hat im rheinischen Schützenwesen eine sehr lange Tradition. Er galt schon immer als Zeichen für Funktionsträger; man kann seine Existenz bis ins Mittelalter zurückverfolgen.
Doch nun zu den Herren selbst. Horst Buchholz in der Uniform des Corps-Spieß der Grenadiere, eine Position, die in diesem Jahr neu geschaffen wurde. Bisher war er Zugführer im Grenadierzug „M.G.V. Cäcilia", also ein Sänger. Dieser Gemeinschaft wird er natürlich auch in Zukunft verbunden bleiben.
Peter Dohlen, der Jäger-Corps-Spieß, ist ein „alter Hase". In seinem Corps altgedient kommt er ursprünglich aus dem Jägerzug „Jong Boschte". Bereits in den Jahren 1993 und 1999 übte er den Posten des Corps-Spieß vertretungsweise aus.
Seit 2002 ist er der ernannte Corps-Spieß der „Grünröcke". Willibert Schmitz, der Corps-Spieß der Scheibenschützen, auch bekannt als Wirt vom Hemmerdener Weg, übt dieses Amt schon seit 1998 mit der ihm eigenen Art und seinem unvergleichlichen Humor aus. Sein Zug ist der „Blaue Montag".
Herbert Schumacher besetzt die Position des Regiments-Spießs in diesem Jahr neu. Da auch er aus dem Jäger-Corps stammt und zwar aus dem Zug „ErftSpatzen", ist seine Uniform grün; dazu trägt er ein Tschako.
Sei es beim Grenadierfrühstück, beim Fackelzug, oder beim Zapfenstreich, diese vier Herren werden mit dafür sorgen, dass es bei den Schützen der Gartenstadt so sauber, adrett und stimmungsvoll zugeht wie bisher.Bleibt abzuwarten, ob die eingangs zitierte Schützenweisheit auch auf diese Spieße zutrifft.
Quelle: -eKG
60 Jahre treu
Die stolzen Jubilare, die seit 60 Jahren treu zu Regiment stehen, kommen auf insgesamt 780 Jahre Mitgliedschaft: (hinten von links) Heinz Kames, Willi Huth und Otto Schumacher sowie (Mitte von links) Wilhelm Maaßen, Hans Schmitz und Wilhelm Klasen sowie (vorne von links) Gerd Heinze, Ehrenoberst Rudolf Gehlen, Ehrenmitglied Roman Strek und Matthias Bättgen. Es fehlen die Ehrenmitglieder Michael Flintz, Franz-Josef Klasen und Ernst Zeschin.







