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Rückblick Schützenfest 2004

 

Rund 1300 Schützen und Musiker marschierten am Sonntag Nachmittag zum großen Festzug in
Wevelinghoven auf. Der Bürgerschützenverein feiert sein 80-jähriges Bestehen. Im Zentrum des
Geschehens und auf dem Höhepunkt der Reigerungszeit: das Königspaar Bruno und Käthe Leyendecker.
Am Sonntag Nachmittag fand das Wevelinghovener Schützenfest seinen Höhepunkt: Rund 1 300 Aktive
marschierten am Nachmittag am Schützenkönigspaar Bruno und Käthe Leyendecker vorbei. N GZ-Foto: M. Reuter

Auch im 80. Jahr des Bürgerschützenvereins war es wiederum eine geballte Demonstration
Wevelinghovener Schützenmacht: Gut 1 300 Aktive nahmen sonntags am großen Festzug durch die Gartenstadt
teil. Mehr als 900 Marschierer vereinigte allein das heimische Regiment auf sich, das von Oberst
Manfred Moll angeführt wurde. Nach dem Platzkonzert und dem Fackelzug hatte das Schützenfest am
Samstag im proppevollen Festzelt einen gewohnt stürmischen Auftakt erlebt.

Zu den Klängen der Band „Sound Convoy“ konnte bis in den frühen Morgen hinein gefeiert werden.
Für die aktiven Schützen galt es am Sonntag morgen gleichwohl, wieder zeitig auf den Beinen zu sein,
denn der Festgottesdienst in der St. Martinus-Kirche begann um 9.30 Uhr. Nach der Morgenparade
und der Totenehrung ging es dann zum Festzelt, wo die Truppe bereits vom Grevenbroicher
Schützenkönig Lothar Zimmermann und seinem Adjutanten Georg Winkler erwartet wurde.

Präsident Rudolf Broens proklamierte während des Frühschoppens zunächst Marc Dworak zum neuen
Edelknabenkönig. Der zehnjährige Realschüler tritt damit in die Fußstapfen seines Vaters Ralf, der dieses
Amt 1976 inne hatte. Dass die Verleihung der königlichen Insignien und die Auszeichnung mit den
Pfänder-Orden erst am Mittag nachgeholt werden konnte, werden die Edelknaben und ihr König zu
verschmerzen wissen: Der für den organisatorischen Lapsus Verantwortliche wird die eigens für das
80-jährige BSV-Bestehen neu eingekleideten Edelknaben nämlich mit einem Beitrag für die Zugkasse schadlos halten müssen.

Als neuer Jungschützenkönig wurde dann Ingo Ratz vom Grenadierzug „Immer blau“ in sein Amt eingeführt.
Der 23-jährige Industriemechaniker, der bei Hydro Aluminium beschäftigt ist, hatte sich den Titel gegen
etliche Konkurrenten mit dem 112. Schuss sichern können. Vor dem nachmittäglichen Festzug hatte
die Stadt Grevenbroich zum Empfang zu Ehren des Königspaars geladen, wo Bürgermeister
Theo Hoer letztmals seine Rolle als „Doppelagent“ spielen konnte.

Morgens noch im grünen Schützenrock mit von der Partie, wechselte der BSV-Vizepräsident
dann rechtzeitig zum Empfang in den schwarzen Anzug und die Bürgermeisterrolle. Die infizierende
Wirkung des Schützenfiebers wird nicht nur an Theo Hoer deutlich. Jutta Piel etwa, die in Detroit studiert,
ist dem Virus derart verfallen, dass sie nun schon im dritten Jahr den Weg aus den USA nicht scheut,
um das Heimatfest mitfeiern zu können.

Geschichtliche Animositäten zwischen Wevelinghoven und Grevenbroich - es soll sie ja gegeben haben -
sollten nach dem Willen von Alexander Klömpges der Vergangenheit angehören: Der Ratskandidat hat
daher auf der Oststraße die Grevenbroicher Fahne gehisst, wobei die gleiche Augenhöhe freilich gewahrt ist.
Gefördert werden soll nämlich die Freundschaft zwischen den beiden Städten.

 

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