Geschichtliche Bedeutung

Die Anlage der Stammburg erkennen wir heute noch an einer Hügelanlage auf dem linken Erftufer, direkt gegenüber der ehemaligen Eigenkirche der Herren von Wevelinghoven und dem auf den Grundmauern der im Dreißigjährigen Krieg zerstörten Vorburg errichteten Gutshof, der in späterer Zeit dem von den Wevelinghover Grundherren abstammenden Landadel der von Deutz verwaltet wurde. Um diesen Hügel befindet sich eine jüngere Grabenvierung, die wie der kleine Fachwerkpavillon auf der Spitze des Hügels, einer klassizistischen Gartenanlage zuzuordnen ist. Anhand des umstehenden Baumbewuchses und leichten Vertiefungen im Gelände lässt sich ein ehemals den Hügel umfließender Arm der Erft erkennen. Vermutlich bildete der heute die Burg vom rechten Ufer trennende Fluss eine von Menschenhand geschaffene Abkürzung des Erftverlaufs, um eine Fluchtburg für die auf einer nahen Lösshöhe angelegte Vorburg zu schaffen.

Am 29. Juni 1354 übertrugen die Herren von Wevelinghoven ihre Herrschaft dem Kölner Erzbischof als Lehen. Damit verlor Wevelinghoven seine politische Eigenständigkeit als Herrschaftsbereich eines eigenen Souveräns. Hierin lag auch für die kommenden Jahrhunderte die politische Zugehörigkeit zu Köln begründet, da die Wevelinghover Burg somit zu einem begehrten Kriegsziel der Feinde Kölns wurde. Andererseits war die Grenzlage der Wevelinghover Burg zusammen mit Hülchrath in vorderster Front zur Jülicher Amtsstadt Grevenbroich weiter bestimmender Faktor des Konfliktes zwischen den späteren Herzögen von Jülich und den Kölner Erzbischöfen.


Schlacht bei Wevelinghoven A.D. 1648

Die Burg wurde im Truchsessischen Krieg 1583 als eine der ersten Anlagen im Erzbistum Köln zerstört und hiernach nicht wieder aufgebaut.

Ende des 30-jährigen Krieges, am 14. Juni 1648, kam es zur Schlacht bei Wevelinghoven. Kaiserliche Truppen unter General Lamboy erschienen am 13. Juni mit etwa 7000 Mann vor dem Lager der hessischen Truppen südlich von Wevelinghoven unter General Geyso. Die Kaiserlichen versuchten, das Lager der Hessen auf dem rechten Erftufer von allen Verbindungen abzuschneiden. Am 14. Juni rückten die Hessen mit ihrer gesamten Reiterei, Artillerie und Infanterie vor das Lager und stellten sich zur Schlacht. Die kaiserlichen Truppen waren den hessischen weit überlegen: 11 Kanonen der Kaiserlichen standen nur 5 der Hessen gegenüber, 3500 kaiserliche Reiter 2000 hessischen Reitern und 3000 kaiserliche Fußsoldaten 1600 hessischen Fußsoldaten. Trotzdem erlitten die kaiserlichen Truppen eine verheerende Niederlage.


Älteres Famillenbild der Familie v. Wevelinghoven aus der letzten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Nach einem Oelbildnis auf Wolfskuhlen.

Quelle http://de.wikipedia.org/wiki/Wevelinghoven


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