Sie sind hier: Stadtportrait Geschichte
Zurück zu: Wevelinghoven
Allgemein:
Impressum
Gästebuch
Kontakt
Newsletter
Die ehemals selbständige Stadt Wevelinghoven ist heute ein Stadtteil von Grevenbroich.
Die Flächengröße beträgt in der „Gemarkung Wevelinghoven mit Langwaden“ laut Kataster 13,93 Quadratkilometer. Die Bevölkerungszahl beträgt 2006 knapp 7300 Menschen in etwa 3000 Haushalten.
Geographische Lage:
51° 06 Min. nördliche Breite
006° 37 Min. östliche Länge
Das Wappen der Stadt Wevelinghoven entstand aus älteren Siegeln und Wappen 1938.
Es stellt das Wappen des Adelsgeschlechtes der Herren von Wevelinghoven (1138–1446) dar,
einen Helm mit schwarzem Schwanenhals, und drei roten Rosen, deren Herkunft unklar ist.
Neben kleineren neolithischen Funden und vermehrten römischen Fundstücken im ehemaligen
Stadtgebiet Wevelinghovens, ein römischer Weg lief an der Erft entlang von Neuss über Hülchrath,
Wevelinghoven (Römerstraße) weiter nach Grevenbroich, finden sich auf den Feldern in Erftnähe
häufig sogenannte Blaugraue Waren und Pingsdorfer Waren. Sie lassen das Alter der Ansiedlung
in spätfränkische und karolingische Zeit zurückdatieren.
900 Jahre Wevelinghoven
Mit Beiträgen zur jüdischen Gemeinde in Wevelinghoven, zum Kloster Langwaden, zur evangelischen Kirche, zur landrätlichen Verwaltung, zur Pfarrkirche St. Martinus und zu alten Türbalken in Wevelinghoven.
Abbildung: 900 Jahre Wevelinghoven -
Interessante Bücher und Beiträge zur Geschichte der Stadt Wevelinghoven
Links : Die Stiftung Kruchen, Geschichtsverein Grevenbroich
Mitte : 900 Jahre Wevelinghoven, Geschichtsverein Grevenbroich
Rechts : 75 Jahre Bürgerschützenverein, Bürgerschützenverein Wevelinghoven
Bezugsadressen :( falls nicht vergriffen ):
Quelle http://de.wikipedia.org/wiki/Wevelinghoven
Abbildung: Erzdioecese Koeln 1883 Wevelinghoven -
Pfarrort.
Wevelinghoven, seit 1839 Stadt, liegt an der Erft und gehört zum Amtsgerichtsberzirke und Kreise Grevenbroich, hat eine Post- und Eisenbahnstation, letztere 25 Minuten entfernt. Der Ort bildet mit der Gilbacher Zuckerfabrik und Haus Busch eine Bürgermeisterei, welche 2268 Katholiken, 432 Prostestanten und 60 Juden zählt. Die Entfernung von Köln ist 5½, von Neuß 2 Stunden.
Pfarrgeschichte.
Der Name Wevelinghoven hat sich im Laufe der Jahre vielfach geändert. 1143 schrieb man Wivelenchove, 1214 Wivellinchoven, Wevellechoven, Wyvelkoven und um 1560 Wieflinchochen und Wiblickhoven. Letztere Schreibart hat Veranlassung gegeben, den Namen mit Waiblingen zusammenzubringen.
Wevelinghoven kommt urkundlich zuerst 1096 in der damaligen Judenverfolgung vor. Diese Verfolgungen begannen beim ersten Kreuzzuge. Es hatte sich dazu viel zuchtloses Gesindel gesellt, dem es mehr um Raub und Plünderung, als um das heilige Land zu thun war. Erst müßte, sagte man in der Heimath, das Schwert im Judenblut getaucht werden, bevor es im heiligen Lande gegen die Heiden gerichtet würde. Die Schaaren des Grafen Emikon von Folkmar und Godeskalks bezeichneten ihren Weg rheinabwärts mit Feuer und Blut. Diese Greuel dauerten von April bis Ende Juli 1096. In Köln begannen sie am 30. Mai. Viele Häuser der Juden wurden zerstört, viele ihrer Bewohner hingeschlachtet. Am 3. Juni wurde dem Wüthen Einhalt gethan. Erzbischof Hermann III., Graf von Nordheim, nahm sich der dem Blutbade entkommenen Juden an und vertheilte sie in sieben Ortschaften in der Umgegend von Köln, wo sie mehrere Monate sicher blieben, während in Neuß und Wevelinghoven die Verfolgungen fortgesetzt wurden.
Grevenbroich
(gesprochen: G r e v e n b r o o c h)
die "Bruchlandschaft der Grafen" ist eine junge Stadt auf geschichtsträchtigem Boden.
Nahe einer alten Römerstraße zwischen Rhein und Maas wurde das sumpfreiche Gebiet von den Grafen von Kessel, deren Stammsitz die Grafschaft Kessel an der Maas war, Ende des 13. Jahrhunderts urbar gemacht. Inmitten der Besitzungen errichteten sie auf einer Kiesbank eine befestigte Burganlage, die von Brüchen, Sümpfen und der Erft umgeben, einen sicheren Schutz gegen feindliche Angriffe bildete. In der Folge wurde das Dorf nach seinen gräflichen Besitzern als "Bruche comitis" - der Grafen Bruch oder Bruchland - bezeichnet. 1297 wurde das Wilhelmitenkloster "in munitione Bruyke" d.h. in der befestigten Ansiedlung Broich errichtet. Teile des Wilhelmitenklosters mit dem Bernardusturm sind heute noch zwischen der Pfarrkirche St. Peter und Paul und dem Alten Rathaus zu sehen. 1307 wurden Burg und Ort durch Schiedsspruch den Grafen und späteren Herzögen von Jülich zugesprochen. 1311 wurde Grevenbroich erstmals als Stadt "oppidum nostrum bruke" urkundlich gesichert erwähnt. Im 15. Jahrhundert bauten die Grafen von Jülich die ehemalige Burganlage zum landesherrlichen Schloss um, in dem seit 1425 mehrfach der Jülicher Landtag abgehalten wurde. Vom ehemaligen Schloss ist noch der Palastbau nebst einem Torgebäude, welches das Schloss von der Stadt trennte, vorhanden. Heute noch bildet das "Alte Schloss" mit seiner ausgezeichneten Gastronomie, mit großen Versammlungs- und Konferenzräumen einen kulturellen und gesellschaftlichen Mittelpunkt im Zentrum der Stadt, so dass Grevenbroich seit jeher gerne als "Schlossstadt" bezeichnet wird.
Bis gegen Ende des 18. Jahrhunderts wächst die Stadt nicht über die Wälle mit davorliegenden Wassergräben hinaus, die sie als sogenannte "innere Festung" umgeben. Dann entwickelte sie sich schnell. 1767 zählte Grevenbroich 330 Einwohner, 1820 waren es 627 und 1871 schon 1325. Entscheidend für diese Entwicklung war die Errichtung eines Eisenbahnknotenpunktes, der industrielle Ansiedlungen ermöglichte und die Stadt bald zum verkehrserschlossenen Standort der Textil-, Metall- und Nahrungsmittelindustrie sowie des Braunkohlenabbaus machte. 1900 zählte die Stadt dann 3410 Einwohner. Die Stadt Grevenbroich in ihrer heutigen Struktur als Mittelzentrum wurde im Zuge der kommunalen Neugliederung 1975 aus sieben Städten und Gemeinden des ehemaligen
Kreises Grevenbroich gebildet, zu diesen auch die früher kurkölnische Stadt Hülchrath mit ihrem bedeutenden Schloss und die Stadt Wevelinghoven mit dem ebenfalls historisch bedeutenden Kloster Langwaden zählten.
Die verschiedenen Stadtteile haben eine lange, wechselvolle Geschichte erlebt. Heute leben über 64.000 Einwohner verteilt in 32 Ortschaften. Dazwischen immer wieder das Grün der Wälder, Wiesen und Äcker entlang der Erft, die auf einer Länge von 20 km die Stadt durchfließt und in der nahen
Kreisstadt Neuss in den Rhein mündet.
Quelle http://de.wikipedia.org/wiki/Wevelinghoven